Geplant war der UL-Ausflug mit vier Flugzeugen in der letzten Aprilwoche. Nachdem kurzfristig zwei der vier Maschinen ausfielen, musste schnell umgeplant werden. Damit doch möglichst viele am UL-Ausflug teilnehmen konnten, teilte sich die ursprüngliche Gruppe von acht Personen auf: Vier Pilot:innen (Kai, Renate, Frank und Anett) nahmen die erste Hälfte der geplanten Ausflugswoche und die anderen vier (Falk, Jörg, Klaus und Helmut) die zweite Hälfte.
Die tolle Wettervorhersage machte einen Flug über die Alpen nach Italien möglich. Geplant waren ein Abstecher zum Lido, dann nach Elba und zurück nach Trento. Da das Wetter ab montags in den Alpen ab Mittag schlechter werden sollte, war der Rückflug über die Alpen für den Montagvormittag geplant. Die geplante Route umfasste ca. 1.100 nm (hier der Ausschnitt von Mainz bis Elba).

Am 24.04.2026 ging es morgens um 7:00 Uhr los. Bei traumhaftem Wetter (sonnig, relativ windstill) war der Plan, Richtung Leutkirch zu starten, dort zu tanken und weiter zum Lido zu fliegen. Das Tanken in Leutkirch dauerte aufgrund einer defekten Tankstelle und großem Andrang etwas länger.

Aber gegen 10:00 ging es Richtung Alpen weiter.

Noch vor der zu erwartenden Thermik waren die Alpen mit einem Durchflug durch Flugraum D in Innsbruck passiert und der Abstieg in die Po-Ebene konnte beginnen.

Der Anflug zum Lido erfolgte als langer Endanflug über das Meer.
Glücklich auf dem Lido gelandet wurde noch schnell vor der Mittagspause getankt und die Maschinen geparkt.

Die D‑MKCC (Natalie und Sebastian) war schon vorher angekommen. Nach einem kurzen Einchecken im Hotel machten wir uns zum Treffpunkt bei den Wassertaxis.

Nach einem Landegetränk ging es dann per Vaporetto nach Venedig. Obwohl noch keine Biennale war, war Venedig – gefühlt wie immer – völlig überlaufen und wir sehnten uns schnell wieder an den ruhigeren Lido zurück. Nach Abendessen und Sundowner ging es dann zurück ins Hotel, um die Flugplanung für den nächsten Tag abzuschließen.


Pünktlich um 9:00 waren wir am nächsten Morgen wieder am Flugplatz und starten mit drei Luftsportgeräten an Venedig vorbei Richtung Elba.


Um die italienischen FIS-Frequenzen nicht unnötig zu blockieren, hielten sich D‑MMZG und D‑MMZH an die Lufträume G mit den vorgegebenen Höhenbegrenzungen und umflogen die Kontrollzonen, die D‑MKCC versuchte mit entsprechender Erlaubnis höher zu fliegen.
Der Anflug auf Elba war spektakulär; der Anflug war aufgrund der Windrichtung von Süden.


Auf Flightradar24 ließ sich die D‑MMZH wunderbar „stalken“.

Nach der Landung tankte die D‑MMZG zunächst und alle drei Maschinen rollten zu ihrer Parkposition.

Mit dem „Papa-Mobil“ fuhren wir dann die knapp 200 m ins Terminalgebäude.

Elba lockte nach einer kleinen Stärkung in einem Strandcafé mit glasklarem Wasser und wunderschönen Sandstränden zum Baden. Natalie, Renate und Sebastian nutzen diese Gelegenheit zum Anbaden bei frischen 17° Wassertemperatur. Respekt!



Gegen 16:00 Uhr starteten D‑MMZG und D‑MMZH Richtung Trento; die Besatzung der D‑MCKK wollte über Nacht auf Elba bleiben und am Montagvormittag direkt via Trento über die Alpen zurück Richtung Mainz. Der Start von der Piste 36 war spannend, da sich direkt an den Flugplatz eine Hügelkette anschließt, die man mit einer S‑Kurve umfliegen muss.
Wieder hielten sich D‑MMZG und D‑MMZH an die Maximalhöhen im Luftraum Golf und kamen nach knapp 2,5 h in Trento an. Der Weg in das sich langsam öffnende Tal vor Trento war spektakulär. Aufgrund der Windrichtung war einmal das Tal zu durchfliegen und dann erfolgte der Anflug aus nördlicher Richtung.
Nach einem Landegetränk ging es kurz ins Hotel und dann zum Abendessen. Aufgrund der frühsommerlichen Temperaturen konnte man bis fast 23:00 Uhr draußen sitzen.

Nach einem kurzen Frühstück am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Taxi wieder zum Flugplatz.


Beide Maschinen starteten kurz hintereinander. Bei Bozen war das Wetter ein wenig diesig, aber in knapp 9.500 ft war der Durchflug durch die Alpen unproblematisch. Bozen Tower versuchte, den Anflugsektor für IFR-Verkehr freizuhalten, doch unsere beiden ULs konnten sich auch nicht in Luft auflösen… aber eine Route östlich von Bozen ließ genug Platz für alle. Beide Maschinen landeten in Leutkirch und mittags ging es zurück nach Mainz. Dort traf auch zeitgleich die D‑MKCC ein. Nach ausgiebigem Putzen ließen wir dann den tollen Ausflug bei einem Landegetränk Revue passieren und wünschten der zweiten Gruppe ebenso unvergessliche Flugerlebnisse.
Schön war es!


